Gerolstein. Spannende Einblicke in einen vielfältigen Schulalltag erhielt Bildungsministerin Dr. Ute Eiling-Hütig bei ihrem Besuch am 2. Oktober 2026 im Hubertus-Rader-Förderzentrum in Gerolstein. Im Mittelpunkt standen die Einführung des neuen Pflichtfachs Informatik sowie ein besonderes Projekt der Tierschutz-AG.
Das Förderzentrum mit den Schwerpunkten Lernen und ganzheitliche Entwicklung gehört zu den Schulen, die bei der Einführung des Informatikunterrichts in Rheinland-Pfalz vorangehen. Seit Beginn des Schuljahres erhalten die Fünftklässler eine Wochenstunde Informatik. Bis zum Schuljahr 2028/2029 soll das Fach an allen weiterführenden Schulen des Landes eingeführt werden – ausdrücklich auch an Förderschulen.
Der Unterricht wird in Zusammenarbeit mit der Universität Trier entwickelt und von Prof. Dr. Jacqueline Staub wissenschaftlich begleitet. Ziel ist es, digitale Kompetenzen praxisnah und entsprechend den individuellen Lernvoraussetzungen zu vermitteln. Dabei werden zugleich sprachliche und mathematische Fähigkeiten gefördert. Digitale Tafeln, Tablets, ein Computerraum und Mikrocontroller ermöglichen den Schülerinnen und Schülern, technische Zusammenhänge anschaulich und handlungsorientiert zu entdecken. Im Mittelpunkt steht nicht nur die Bedienung digitaler Geräte, sondern auch das Verständnis für die zunehmend digitalisierte Lebenswelt.
Schulleiter Tobias Zelter zeigt sich begeistert: „Unsere Schülerinnen und Schüler sind hoch interessiert und erschließen sich die Themen erstaunlich schnell.“ Die dabei gewonnenen Erfahrungen sollen künftig auch anderen Förderschulen zugutekommen.
Ein weiterer Höhepunkt des Besuchs erwartete die Ministerin in der Klasse 7b. Dort präsentierte die Tierschutz-AG ihr selbst entwickeltes Spiel „Gemeinsam stark für unsere Nutztiere“. Die Ministerin zeigte sich begeistert und ließ es sich nicht nehmen, gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern eine Runde zu spielen. Dabei erfuhr sie auf spielerische Weise Wissenswertes über Tierschutz und das Wohl landwirtschaftlicher Nutztiere. So wurde auch sie zur „Tierwohlheldin“.
Der Besuch zeigte eindrucksvoll, wie vielseitig und lebensnah Unterricht am Hubertus-Rader-Förderzentrum gestaltet wird. Ob digitale Bildung oder verantwortungsvoller Umgang mit Tieren – die Schülerinnen und Schüler lernen hier, ihre Umwelt aktiv mitzugestalten und eigene Ideen einzubringen.
